Session 2
SESSION 2
NACHHALTIGKEIT IM BAUWESEN
Diese Session soll sichtbar machen, was wir bereits tun und gleichzeitig ein Ansporn für ein noch intensiveres Tun sein.
Konrad Bergmeister
Session-Chairman, Universität für Bodenkultur
28. April 11:15 Saal E1+E2

Session 2.1

Wegweisende Innovationen zur Nachhaltigkeit im Tiefbau

Bergmeister Konrad Universität für Bodenkultur

Österreich hat bereits wegweisende Arbeiten zur Reduktion der THG-Emissionen und zur Ressourceneffizienz durchgeführt. Durch hervorragende Entwicklungsarbeit der österreichischen Zementindustrie gelang es in den vergangenen 28 Jahren (1990 – 2018) im Vergleich zum europäischen Durchschnitt knapp 10 Mio. Tonnen an CO2-äquivalente einzusparen. Ein neuer besonders emissionsarmer Zement CEM II/C wird mit 2022 zur Verfügung stehen. Grosse Anstrengungen wurden durch gezielte Reduzierungen des CO2-Fußabdrucks mit ca. 30% AHWZ-Anteil bei Kraftwerksbeton, bei Innenschalenbeton, bei Weißen Wannen sowie durch den Einsatz von Tunnelausbruchmaterial als auch Recyclingbeton unternommen. Innovative Schalenstrukturen, optimierte Bauwerks- und Strukturlösungen sowie gezielte Verlängerungen der Nutzungsdauer unterstützt mit begleitendem Monitoring sind weitere wegweisende Innovationen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit.

28. April 11:35 Saal E1+E2

Session 2.2

CO2-Diskussion in der Bauwirtschaft – Reduzierung von CO2-Ausstößen

Kaiser Verena Technische Universität Graz

Treibhausgase, primär anthropogene CO2-Emissionen, sind Hauptverursacher des Klimawandels. Der Bau- und Gebäudesektor kann als einer der Hauptemittenten von Treibhausgasen betrachtet werden - 38% der globalen Emissionen werden diesem Bereich zugeordnet (UN Environment Programme, 2020). Eine Untersuchung der TU Graz hat gezeigt, dass von 85 befragten österreichischen Bauunternehmen nur etwa 20% ihren Beitrag zum Klimaschutz als aureichend empfinden. Zudem sehen es über 60% der Befragten als Wettbewerbsnachteil an, einen möglichst emissionsarmen Bauprozess durchzuführen (Oberholzner, 2020). Diese Problematik gilt es durch zielgerichtete Maßnahmen zu beheben. Eine wichtige Rolle kann hierbei dem Vergabeprozess zugeschrieben werden. Im Zuge des Bestbieterverfahrens müssen verpflichtende Kriterien geschaffen werden, welche eine Reduktion der Emissionsausstoßes bewirken. Ein effektiver Lösungsvorschlag soll in diesem Beitrag aufgezeigt werden.

28. April 11:55 Saal E1+E2

Session 2.3

Sustainability Targets: Umsetzung in der Praxis und welche Procurement- und Vertragsmodelle hierfür in UK angewandt werden

Wild Simon STRABAG AG

Der Vortrag zeigt am Beispiel eines komplexen Infrastruktur-Projekts wie HS2 in Großbritannien, wie die Umsetzung von nationalen Sustainability Targets gehandhabt wird. Der Vortrag wird Einblick geben, wie die Targets der drei Säulen „people“, „profit“ und „planet“ im Hinblick auf Nachhaltigkeit definiert werden und anschließend von der Beschaffung bis zur Ausführung in alle Prozesse eingebettet sind. Weiters wird berichtet, welches Umfeld und Mindset geschaffen werden muss, um diese sehr hoch gesteckten Ziele erreichen zu können. Das bedeutet unter anderem, sich zu fragen, wie ausgeschrieben wird und welche Vertragsmodelle zur Anwendung kommen. Frühzeitiges Engagement des D&B Vertragspartners, vertragliche Flexibilität und Commitment sind hier der Schlüssel, um Innovation und andere Herangehensweisen zu ermöglichen, welche dann vom Kunden wie vom Ausführenden D&B-Vertragspartner getragen werden. Am Beispiel eines Streckenbauloses von HS2, bei welchem die Fa. STRABAG in Rahmen eines Joint Ventures mit Skanska und Costain beteiligt ist, werde ich das Thema Carbon Footprint und Carbon savings vs. Carbon Traget, Praxis näher erläutern.

28. April 12:15 Saal E1+E2

Session 2.4

Energetisch innovativer Bildungscampus Seestadt Aspern Nord

Kreitmayer Thomas Stadt Wien Magistratsdirektion - Bauten und Technik

Der Campus ist energietechnisch weitestgehend autark. Dies bedeutet, dass für das Haus aufgrund seiner gebäudetechnischen und energietechnischen Optimierung keine Abhängigkeit von externen Energielieferanten besteht. Um dieses Ziel zu erreichen, wird über ein speziell entwickeltes, technisch ausgereiftes System Sonnenenergie, Windenergie, Erdwärme sowie Speichermasse genutzt. Im Sommerbetrieb wird überschüssige Wärme aus dem Gebäude in das Erdreich abgeführt. Zur Vereinfachung wird auch der Kühlbetrieb der aktivierten Decken mit einer „gerichteten Strahlung“ dargestellt. Tatsächlich strahlt die Decke keine Kühlenergie ab, sondern es strahlen die warmen Gegenstände und Körper des Raumes ihre Wärme in Richtung der kühleren Decke ab - physikalisch bedingt ist die Flussrichtung der Wärme immer von Warm nach Kalt - wo diese schließlich über das Energiesystem in das Erdreich abgeführt wird. Die Konvektion unterstützt den Abtransport der im Raum enthaltenen Überlasten, da die warme Luft zur kühleren Decke hinaufsteigt.

28. April 12:35 Saal E1+E2

Session 2.5

CO2-neutrale Baustellenführung

Weigert Maximilian Technische Universität Wien

Winkler Leopold Technische Universität Wien

Zum Erreichen der „Klimaneutralität“ bis 2040 muss auch die Baubranche die CO2-Emissionen reduzieren und schließlich einstellen. Rohstoffgewinnung und Baustoffproduktion sind dabei die größten Emittenten im Forschungsbereich für Baubetrieb und Bauverfahrenstechnik der TU Wien und die RMA Methodik, Chancen und Hemmnisse CO2 neutraler Baustellenführung.Dabei wird eine mehrstufige Vorgehensweise gewählt: Zuerst werden die Emissionen durch organisatorische Verbesserungen und technologische Entwicklungen möglichst reduziert. Dies kann anfangs durch gesteigerte Effizienz erfolgen, zur vollständigen Erreichung der Ziele ist eine Verlagerung von Diesel auf emissionsneutrale Energieträger notwendig. Der verbleibende Energiebedarf wird durch klimaneutralen Strom weitgehend ersetzt werden. Dies kann durch auf der Baustelle erzeugten oder durch Zukauf von grünem Strom erfolgen. Übrige Emissionen müssen zur Erreichung der CO2-Neutralität durch Zahlungen an Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Anhand einiger Musterbaustellen wird exemplarisch aufgezeigt, wie der Prozess zur Erreichung von KIimaneutralität durchlaufen werden kann.

DONNERSTAG, 28. April:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

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Mittag
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AUSSTELLUNG
08:00 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 14:00
14:00 – 15:45
16:15 – 18:00
19:00 – 22:00
15:45 – 16:15
FREITAG, 29. April:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

Kaffeepause
AUSSTELLUNG
08:00 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 13:30
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