Session 5_2
SESSION 5.2
Infrastruktur 
PLANEN & BAUEN
Das gesamte Portfolie der Infrastruktur, von Brücke über Straße bis hin zur Schiene wird behandelt.
Josef-Dieter DEIX
Session-Chairman, PORR
26. April 09:00 Saal E2

Session 5.2.1

Straßeninfrastrukturprojekte im digitalen Wandel am Beispiel der Generalsanierung A9 Edlach-Gaishorn

Premm Philipp Thomas Lorenz ZT GmbH

Winkler Christoph PORR AG

Das Straßenbau-Großprojekt der ASFINAG mit dem Fokus der Digitalisierung wird gerade im Zuge der Generalsanierung der A9 Pyhrnautobahn zwischen Edlach und Gaishorn umgesetzt. Das gegenständliche Projekt wurde seitens des Auftraggebers als Pilotprojekt für Digitalisierung auserwählt, mit dem Fokus auf eine möglichst komplette digitale Abwicklung. Hierzu wurde das Büro von Thomas Lorenz als Örtliche Bauaufsicht frühzeitig in die Prozesse eingebunden und konnte zusammen mit dem Auftraggeber neue Ansätze der digitalen Projektabwicklung definieren und sich in bestehende Softwareumgebungen eingliedern bzw. neue Möglichkeiten testen. Zusätzlich zu den von Auftraggeber und Örtliche Bauaufsicht vorgegebenen Maßnahmen wurden in einem zweistufigen Vergabeverfahren auch die Inputs des Auftragnehmers abgefragt und anschließend im Projekt integriert. Das Herzstück der Digitalisierungskonzepte der Porr Bau GmbH bildet eine sogenannte Building Information Cloud. Außerdem setzt die Baustelle u.a. auf digitale Lösungen zur Optimierung von Logistikprozessen, 3D-Maschinensteuerungen und innovativen Vermessungstechnologien. Der Vortrag fokussiert sich auf folgende Themen: Besonderheiten des Vertrags, Digitalisierungsmaßnahmen und Best Practices nach 2/3 der Bauphasen.

26. April 09:20 Saal E2

Session 5.2.2

4. Linzer Donaubrücke

Michl Thomas Baumann + Obholzer ZT GmbH

Sempelmann Franz ASFINAG Bau Management GmbH

Im Rahmen des ersten Bauabschnitts der Autobahn A26 entsteht die Linzer Donaubrücke, eine einzigartige Hängebrücke mit über 300 Metern Spannweite, die das Herzstück des Projekts bildet. Durch einen internationalen Gestaltungswettbewerb wurde das Design von schlaich bergermann Partner, Baumann + Obholzer, von Gerkan, Marg und Partner als Sieger ausgewählt. Die schlanke Konstruktion fügt sich harmonisch in das Donautal ein und verzichtet dank topographischer und geologischer Randbedingungen auf Pylone. Die Tragseile sind direkt an den steilen Ufern verankert, was dieses Bauwerk zur einzigen Hängebrücke über die Donau in Österreich macht. Die besondere Herausforderung bei der Herstellung umfasst die Abspannpunkte mit Felsankern, das Einziehen der Seile sowie das Einschwimmen und Aufhängen der Stahlbauteile. Nach der Fertigstellung im Herbst 2023 bietet der Baukongress im Frühjahr 2024 eine ideale Plattform, um über den gesamten Bauprozess bis zur Vollendung des Bauwerks zu berichten.

26. April 09:40 Saal E2

Session 5.2.3

Einfluss der Koppelbalkenmodellierung auf Tragwerksschwingungen von Eisenbahnbrücken unter Hochgeschwindigkeitsverkehr

Bettinelli Lara Technische Universität Wien

Die durch die Transformation des Verkehrswesens bedingten Herausforderungen im schienengebundenen Infrastruktursektor erfordern eine genaue Beurteilung der dynamischen Kapazität von Eisenbahnbrücken. Steigende Streckenauslastungen, höhere Zuggeschwindigkeiten und Achslasten machen eine realitätsnahe Modellbildung für den Nachweis der Einhaltung von Grenzbeschleunigungen notwendig. Die Ergebnisse einfacher gebräuchlicher Berechnungsmodelle weichen jedoch oft von gemessenen Werten ab. Diese Diskrepanz kann durch die Berücksichtigung der Interaktionsdynamik zwischen Gleisrost und Tragwerk minimiert werden. Der Beitrag untersucht den Einfluss dieser Dynamik auf die berechneten Tragwerksschwingungen anhand einer umfangreichen numerischen Studie. Ein Koppelbalkenmodell, das Brückentragwerk und Gleisrost als miteinander gekoppelte Balken idealisiert, berücksichtigt Energiedissipationsmechanismen und die Lastverteilung durch das Schotterbett. Die Ergebnisse bieten Potenzial für Empfehlungen zur Anwendung unterschiedlich komplexer Modellierungsstrategien für eine effiziente Beurteilung der dynamischen Sensibilität von Brückentragwerken.

26. April 10:00 Saal E2

Session 5.2.4

S07 Fürstenfelder Schnellstraße: Tiefbau, Risiken, Umwelt - Vom Balanceakt zum täglich Brot

Langegger Irina ASFINAG Bau Management GmbH

Die S07 Fürstenfelder Schnellstraße, ein Großprojekt der ASFiNAG, erstreckt sich vom Knoten Riegersdorf bis zur Staatsgrenze mit Ungarn. Mit einer Investition von etwa 900 Millionen Euro entlastet sie Gemeinden, schafft Anbindung an den Grazer Zentralraum und integriert sich ins TEN-V. Die Umsetzung erfolgt unter strengen Umweltauflagen, einschließlich Naturschutz und Wasserqualität. Dies erfordert erhebliche Investitionen und eine komplexe Planung. Der Beitrag thematisiert das Zusammenspiel von Planung, Umsetzung und Auflageneinhaltung, betont Risikomanagement und konstruktive Lösungsansätze. Die kooperative Zusammenarbeit ermöglicht nicht nur infrastrukturelle Entwicklung, sondern auch die Erfüllung von Umweltauflagen, was wertvolle Erfahrungen für künftige Bauprojekte schafft.

26. April 10:20 Saal E2

Session 5.2.5

Innovative Hilfsbrücken-Konstruktion für den Bau der Stadtstraße Aspern

Kothmayer Herbert ÖBB-Infrastruktur AG

Für den Bau der neuen vierspurigen Stadtstraße zur Wiener Seestadt, die die zweigleisige ÖBB-Strecke Stadlau–Marchegg in sehr spitzem Winkel unterquert, mussten spezielle Hilfsbrücken entwickelt werden. Die Kreuzungsbauwerke waren bei laufendem Eisenbahnbetrieb herzustellen. Da herkömmliche Brückenprovisorien aufgrund der geometrischen Randbedingungen nicht anwendbar waren, mussten die Kreuzungsbauwerke mit 4 Hilfsbrückenketten aus insgesamt 8 umgebauten Hilfsbrücken überbrückt werden. Um die geforderte Geschwindigkeit von 80 km/h für den Bahnverkehr zu ermöglichen, wurden jeweils zwei hintereinanderliegende 30 Meter lange Hilfsbrücken des Typs SHB304 zu einem 60 Meter langen Durchlaufträger verbunden. Die Interaktion zwischen Hilfsbrücke und Gleisrost konnte im Rechenmodell unter Einhaltung sämtlicher Grenzwerte simuliert werden. Speziell entwickelte konstruktive Details minimierten den Montageaufwand. Die Hilfsbrücken wurden Mitte September 2022 erfolgreich versetzt, zusammengebaut und für den Eisenbahnverkehr freigegeben, was sowohl Mehrkosten beim Straßenbau als auch betriebliche Einschränkungen im Eisenbahnverkehr verhinderte.

DONNERSTAG, 25. April:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

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Mittag
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AUSSTELLUNG
08:00 – 09:00
09:00 – 10:30
10:30 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 14:00
14:00 – 15:45
16:15 – 18:00
19:00 – 22:00
15:45 – 16:15
FREITAG, 26. April:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

Kaffeepause
AUSSTELLUNG
08:00 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 13:30
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