Session 5_2
SESSION 5.2
HOHLRAUMBAU
Die Session 5.2 zeigt die Vielseitigkeit des Tunnelbauers sehr gut auf.
Andreas Rath
Session-Chairman, PORR Bau GmbH
28. Mai:  09:00 Saal E2

Session 5.2.1

Komplexe Herausforderungen – Kooperative Projekt-Abwicklung Koralmbahn Baulos 60.3 St. Kanzian; Tunnel Srejach-Untersammelsdorf

HERZEG Thomas ÖBB-Infrastruktur AG
KÖRBLER Andreas
Keller Grundbau GmbH

Im Zuge der Errichtung der Koralmbahn wurden im Kärntner Abschnitt Mittlern-Althofen, beim Baulos 60.3 St. Kanzian die Tunnel Srejach und Untersammelsdorf mit einer Länge von 620 m und 665 m errichtet. Dafür waren umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten in extrem herausforderndem Untergrund, bestehend aus schluffigen bis feinsandigen Stillwassersedimenten („Seetone“), notwendig.

Ein besonderes Augenmerk wurde vom Bauherrn im Zuge der Ausschreibung auf die vertraglichen Vorgaben für das auszuführende ­Düsenstrahlverfahren (DS-Säulen-Bodenvermörtelung) in Bezug auf Festigkeit, Durchmesser und Rücklaufbehandlung inkl. Deponierung gelegt. Im Zuge der Angebotsaufklärung konnten sich die Projekt­partner auf die Umsetzung eines innovativen Verfahrens einigen.Basierend auf den Erkenntnissen der umfangreichen Vorversuche des Bauherrn sowie dank innovativer Technik konnten die Anforderungen an die Düsenstrahlsäulen gem. Bauvertrag erfolgreich eingehalten werden.

Die im Zuge der Vorversuche getesteten und schlussendlich auf der Baustelle umgesetzten technologischen Weiterentwicklungen bzw. Optimierungen – in Abstimmung mit dem Bauherrn im Zuge ­einer kooperativen Projektabwicklung – können als richtungsweisend für die Weiterentwicklung des Düsenstrahlverfahrens angesehen werden. Bei dem Projekt wurde zusätzlich besonderes Augenmerk auf die Qualitätssicherung gelegt. In einem eigens im Zuge der Baustelle entwickelten Programm wurden alle produktions-relevanten Daten elektronisch in einer SQL-Datenbank zusammengefasst, täglich ausgewertet und die Ergebnisse dieser Auswertung graphisch dreidimensional dargestellt. Dadurch konnten die Arbeiten mit verhältnismäßig ­geringem Aufwand mehrfach überprüft werden.

28. Mai:  09:20 Saal E2

Session 5.2.2

Aktuelle Besonderheiten beim inner-
städtischen, maschinellen Tunnelbau
am Beispiel der U5 in Frankfurt am Main

WEINER Thorsten PORR GmbH & Co. KGaA

In der Frankfurter Innenstadt entsteht unter der Bezeichnung „Europaviertel“ ein neuer Stadtteil, der u.a. mit einer U-Bahnlinie erschlossen werden soll. Im Rahmen der Erstellung der U-Bahn­linie ist auch der Bau zweier paralleler Tunnelröhren über eine ­Länge von je ca. 840 m vorgesehen.Insgesamt zeichnet sich das Projekt durch eine anspruchsvolle Baugrundsituation aus. Hervorzuheben ist der sogenannte „Frankfurter Ton“ mit Kalk- und Sandsteinbänken, in dem zuvor im wasserge­sättigten Zustand noch keine Tunnelbauerfahrungen gesammelt ­werden konnten.

Bei den U-Bahn-Baumaßnahmen in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war es üblich, das Grundwasser großflächig abzusenken. Als besondere geo- wie tunnelbautechnische Herausforderung ist der westliche Tunnelabschnitt unmittelbar nach der Anfahrt mit seinen inhomogenen Baugrundverhältnissen anzusehen. Hier werden in unterschiedlichen Zusammensetzungen pliozäne Sande und Kiese sowie miozäne Tone durchfahren, zusätzlich sind auch Kalksteinbänke nicht ausgeschlossen.

Im Rahmen des Beitrags wird vor allem auf die projektspezifischen Besonderheiten eingegangen. Dazu zählt zunächst die optimierte Auswertung der geotechnischen Daten in Form eines 3D-Baugrundmodells. Ferner werden die tunnelbautechnischen Herausforderungen der geringen Überdeckung zur Bebauung und der möglichen ­Berücksichtigung von in den Tunnelquerschnitt hineinragender Anker ehemaliger Bau­vorhaben präsentiert. Außerdem werden Details zur eingesetzten TVM, zu den Tübbingen und zum Vortriebsprozess erläutert.

28. Mai:  09:40 Saal E2

Session 5.2.3

Quarzfeinstaub und dessen praktische Auswirkungen im Untertagebau

ANTRETTER Rainer BeMo Tunnelling GmbH
NEUHOLD Peter
Zentral-Arbeitsinspektorat

Quarzfeinstaub war bisher nicht als krebserregend eingestuft und die maximale Arbeitsplatzkonzentration betrug 0,15 mg/m³. Nunmehr wurde die Karzinogene RL 2004/37/EG geändert und musste bis ­Jänner 2020 in nationales Recht umgesetzt werden. RCS-Quarzfein­staub ist als eindeutig krebserregend eingestuft und der Grenzwert wurde um 1/3 auf 0,1 mg/m³ als Tagesmittelwert gesenkt. Aufgrund der karzinogenen Eigenschaft von RCS ist
­besonders auf die gesetzlichen Vorgaben, wie Grenzwertvergleichsmessungen, organisatorische Maßnahmen, aber auch technische Maßnahmen zu achten. ­Gerade in beengten Verhältnissen, wie im Tunnel- und Stollenbau, wird es
­entsprechende Anstrengungen brauchen, die Einhaltung des Grenzwertes für Quarzfeinstaub nachweislich sicherzustellen. Die ersten Messungen von Tagesmittelwerten auf Baustellen mit zyklischem Vortrieb zeigen eindeutig, dass die Grenzwerte mit den bisherigen technischen Methoden schwer einzuhalten sein werden. Selbst in Geologien ohne nennenswerten Quarzanteil, wie im Kalk­gestein, wird beispielsweise Spritzbeton mit Quarzsand verarbeitet und trockene Verhältnisse stellen den Unternehmer etwa bei der Schutterung und dahinterliegenden Arbeitsstellen, wie Strossen- oder Querschlagsvortrieben, vor immense Probleme.

28. Mai:  10:00 Saal E2

Session 5.2.4

Brenner Basistunnel – Betonkonzept einer
brandbeständigen hochfesten Tunnelinnenschale in geologisch stark beanspruchten Tunnels

MURR Roland Brenner Basistunnel BBT SE

Die geologischen Bedingungen und das  Tunneldesign führten beim Ver­bindungstunnel-Baulos Tulfes-Pfons zur Entwicklung einer hochfesten Innenschalenbetonrezeptur. Dazu wurde ein Betonkonzept mit den drei Schwerpunkten Rezeptur, Anforderungen an den Frischbeton und an die Nachbehandlung ausgearbeitet, das trotz der erhöhten Anforderungen ­eine weitgehende Risseminimierung und -vermeidung sicherstellen konnte. Kernbereich war die Ausarbeitung eines Bindemittelkonzepts, das mit der Verwendung zweier zertifizierter Bindemittel mit unterschiedlichen, charakteristischen Eigenschaften die widersprüchlichen Anforderungen vereinte. Weitere wesentliche Aspekte  waren die Begrenzung der Frischbetontemperatur mittels Zement- und Wasserkühlung und die ­zuverlässige Nachbehandlung der Innenschale nach dem Ausschalen durch Einsatz eines Nachbehandlungswagens.

28. Mai:  10:20 Saal E2

Session 5.2.5

VR-unterstützte Tunnelbauüberwachung

CHMELINA Klaus Geodata Ziviltechnikergesellschaft mbH
TRAXLER Christoph
VRVis Zentrum für Virtual Reality und
Visualisierung Forschungs-GmbH

In this lecture we present a Virtual Reality system for the monitoring of ­tunnel construction projects. It enables an immersive visual analysis of ­various measurements and sensor data in 3D space. The key ­objects of the 3D scene are tunnel models created from geo-referenced designs or reconstructions of existing tunnels based on laser scans or photogrammetry. The progress of the construction is shown by advancing tunnel faces or cutting heads of TBMs and in case of ring linings by erection of ring segments. Measurements and sensors are also geo-referenced and their ­values are visualized at the location where they were recorded, preserving their geospatial context. ­Animations show how they change over time, considering entire time series with varying frequencies. Operators can ­navigate through the 3D scene and control the speed and direction of the playback. With the stereoscopic display they perceive the true dimensions of the constructions and get a feeling for real distances.

DONNERSTAG, 27. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

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Kafeepause
Mittag
Kaffeepause
08:30 – 09:00
09:00 – 10:30
10:30 – 11:00
11:00 – 13:00
13:00 – 14:00
14:00 – 15:30
16:00 – 18:00
19:00 – 22:00
15:30 – 16:00
FREITAG, 28. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

Kafeepause
AUSSTELLUNG
08:30 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 13:30
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