Session 5_1
SESSION 5.1
FORSCHUNG & ENTWICKLUNG
Mit der F&E-Session zeigen wir, wieviel Praxisbezug
Forschung haben kann.

Markus Stumvoll
Session-Chairman, ROHRDORFER
28. Mai:  09:00 Saal E1

Session 5.1.1

Erfolgreiche Herstellung
von Walzbetonstrecken

PEYERL Martin Smart Minerals GmbH

Im März 2019 wurde im Süden Österreichs eine Werkszufahrt in einen Steinbruch als Walzbeton-Teststrecke errichtet. Bei der Anwendung von Walzbeton oder Roller Compacted Concrete (RCC) kommt eine spezielle erdfeuchte Betonrezeptur mit sehr niedrigem Wassergehalt zum Einsatz. RCC ist zur kostengünstigen Befestigung von Industrieflächen bereits in einigen Ländern etabliert. Ziel war, diese einfache Bauweise für die Herstellung von Beton­straßen im niederrangigen Straßennetz zu optimieren.

Ein wesentliches Kriterium ist die Grünstandfestigkeit des Betons. Walzbeton muss nach dem Fertigen so standfest sein, dass er in einem weiteren Schritt mit schweren Walzen verdichtet werden kann, ohne dass die Walze nennenswert in den eingebrachten Beton einsinkt. Um diese Eigenschaft zu erreichen, werden Walzbetonrezepturen mit einem sehr geringen Wassergehalt und daraus resultierend einem niedrigen W/B-Wert hergestellt.

Im Rahmen von Vorversuchen wurden unterschiedliche Betonzusammensetzungen im Labor untersucht. Es erfolgte sowohl die ­Herstellung von Proctorprobekörpern zur Feststellung des optimalen Wassergehaltes als auch die Herstellung von Betonmischungen zur Ermittlung der erzielten Festbetoneigenschaften.

28. Mai:  09:20 Saal E1

Session 5.1.2

Aktuellste Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zu Anwendungen des
Flüssigbodenverfahrens

STOLZENBURG Olaf LOGIC Logistic Engineering GmbH

Dieser Vortrag stellt aktuelle F&E Ergebnisse bei der Entwicklung neuer Anwendungen des Flüssigbodenverfahrens vor und zeigt Wege auf, wie diese umweltrechtlich wichtige Innovation im Bauwesen und die inzwischen über 170 verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten, mit ihrem zum Teil sehr hohen Potential zur Kostenreduzierung bei gleichzeitig deutlich höherer Bauqualität und ausfallfreien Lebensdauer durch die kompetente planerische Vorarbeit zum Vorteil der Bauherren genutzt werden kann. Er stellt dabei Wege vor, wie neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auf diesem Verfahrensgebiet  zu einer schnellen und unmittelbaren Anwendung in der ­Praxis finden können. Da das Flüssigbodenverfahren inzwischen von seinen ersten Anfängen vor über 20 Jahren im Kanal- und Rohr­leitungsbau zu einem wirksamen Hilfsmittel für fast alle Bereiche des Tief- und Ingenieurbaus bis hin zum Spezialtiefbau, dem Hafenbau und Küstenschutz und selbst der Stadtplanung entwickelt ­wurde, stellt dieser Vortrag den Stand einer Innovation mit hoher technischer, aber auch volkswirtschaftlicher Bedeutung vor.

28. Mai:  09:40 Saal E1

Session 5.1.3

Ressourceneffizientes Bauen am Beispiel der CLC-Multifunktionsdecke –
ein hybrides Vollfertigteil

OLIPITZ Michael SDO ZT GmbH

Die Bauaufgabe der Zukunft ist es, Konstruktionen zu entwickeln, die einen ressourcenschonenden Einsatz von Material erfordern. Die Möglichkeit einer flexiblen Nutzung während der Lebensdauer ist ein weiterer wesentlicher Aspekt, den insbesondere Geschoßdecken zu erfüllen haben werden. Diese Möglichkeiten sollen am ­Beispiel der CLC-Multifunktionsdecke dargestellt werden. Dieses Deckensystem erfüllt mehrere Funktionen eines horizontalen Decken­abschlusses und erfordert eine gesamtheitliche Planung, die durch den BIM-­Arbeitsprozess nahezu ideal angewendet und sich vermehrt in der Zukunft des Bauens durchsetzen wird.

Die komplexen Zusammenhänge zwischen Architektur, Statik und Haustechnik ­sollen anhand der CLC-Multifunktionsdecke aufgezeigt und deren Entwicklungsstand dargelegt werden. Ausgehend von der Darstellung der statischen Funktionsweise, die einen neuartigen Schub­verbund (mit Testergebnissen der TU Wien) zwischen Stahlträger und Betonplatte ermöglicht, werden vereinfachte Bemessungs­diagramme zur Auswahl von Anwendungstypen sowie Möglichkeiten der ­Lagerung und Anschlüsse dieser Vollfertigteildecke erläutert. Die ­Besonderheiten der Bauphysik im Zusammenhang mit einem ­abgestimmten Bodenaufbau sowie Überlegungen zum baulichen Brandschutz komplettieren dieses neuartige Deckensystem.

28. Mai:  10:00 Saal E1

Session 5.1.4

Statik am Prüfstand – Innovativer Simulations-Ansatz zur Einsparung von CO2 beim Hoch(haus)bau

MÜLLNER Herbert PORR Bau GmbH
TRAUNER Georg
HABAU GROUP

Die Dimensionierung von Betonstrukturen (Festlegung der Betonmengen) wird im Allgemeinen durch Simulationsprogramme ­(sogenannte FEM-Programme) gesteuert. Je genauer diese Arbeiten, desto weniger Beton kommt zur Anwendung. Allerdings konnte erstmals durch umfangreiche Messungen an ganzen Gebäuden ­gezeigt werden, dass diese Simulationsprogramme keine exakten ­Ergebnisse liefern. Die Messungen an Hochhäusern belegen, dass die Simulationen teilweise sehr ungenau sind und ein großes ­Optimierungspotential (bei gleicher Tragsicherheit) zu erwarten ist. Zusammen mit der TU Wien und dem FFG wurde daher bereits im Jahr 2015 ein Forschungsprojekt gestartet, mit dem Ziel, die ­Berechnungsansätze anhand der vorliegenden Messergebnisse zu verbessern (kalibrieren). Die Forschungstätigkeiten wurden an zwei unterschiedlichen Hochhäusern durchgeführt. 2019 wurde das ­innovative Berechnungsverfahren freigegeben und eine erste Bemessung eines Hochhaus durchgeführt. Eine endgültige Ergebnis­auswertung wird rechtzeitig zum Betonkongress vorliegen, sodass man gespannt sein darf, wie groß die Einsparungen nun in Wirklichkeit sind. Wir gehen vorsichtig davon aus, dass diese im Bereich von 15-20% liegen werden.

Das Forschungsprojekt wurde bereits mit dem TÜV Wissenschaftspreis prämiert.

28. Mai:  10:20 Saal E1

Session 5.1.5

Brücke über den Lahnbach – Erstanwendung des Brückenklappverfahrens

KLEISER Michael ASFINAG Bau Management GmbH

Mit Unterstützung der ASFINAG, der FFG und weiteren Projektpartnern wurde in Forschungsprojekte an der TU Wien die Herstellung von dünnwandigen Fertigteilträgern für den Brückenbau entwickelt. Die Stege der Fertigteilträger bestehen aus 7 cm dicken Halbfertigteilplatten, die durch eine 12 cm dicke Bodenplatte und einen obenliegenden Verband aus Bewehrungsstäben miteinander verbunden werden. Auf der Baustelle werden die Fertigteilträger mit 2 cm dicken Vergussfugen aneinandergefügt und vorgespannt. Nach mehreren Großversuchen, in denen die Praxistauglichkeit ­dieser neuen Baumethode nachgewiesen wurde, erfolgte die Erstanwendung im Jahr 2019 beim Bau der Brücke über den Lahnbach im Zuge der Fürstenfelder Schnellstraße (S7). Jeweils zwei ­Brückenträger von 36 m Länge wurden in vertikaler Lage montiert und anschließend unter Anwendung des Brückenklappverfahren in ­eine horizontale Lage gebracht. Nach dem Einheben von zwei
ca. 20 m langen Einhängeträgern aus dünnwandigen Elementen entstand auf diese Weise ein über 100 m langer erster Steg der Brücke über den Lahnbach. Dieser Steg wurde anschließend mit Beton verfüllt. Nach der Herstellung des zweiten Steges wurde die Fahrbahnplatte mit einem Verbundschalwagen hergestellt. 

Als Vorteile dieser neuen Baumethode können der hohe Vorfertigungsgrad, die schnelle Montage auf der Baustelle und die
­Verkürzung der Bauzeit angegeben werden.

DONNERSTAG, 27. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

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Kafeepause
Mittag
Kaffeepause
08:30 – 09:00
09:00 – 10:30
10:30 – 11:00
11:00 – 13:00
13:00 – 14:00
14:00 – 15:30
16:00 – 18:00
19:00 – 22:00
15:30 – 16:00
FREITAG, 28. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

Kafeepause
AUSSTELLUNG
08:30 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 13:30
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