Session 4_1
SESSION 4.1
HOCHBAUPLANUNG & AUSFÜHRUNG
Gerade bei diesen
Aus­führungsbeispielen ist das Know-how von Planern und Ausführenden sehr gefragt.

Hubert Wetschnig
Session-Chairman, HABAU GROUP
27. Mai:  16:00 Saal E1

Session 4.1.1

Future Art Lab

RIEL Markus FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH
SADLIK Nora
FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH

Mit dem Neubau des Future Art Labs erhält die Universität für ­Musik und darstellende Kunst ein innovatives Institutsgebäude, ­errichtet am Universitätscampus im 3. Wiener Gemeindebezirk. Das Gebäude beinhaltet in seinen beiden unterirdischen und drei oberirdischen Geschoßen die Institute für Elektroakustik und ­Komposition, das Institut für Tasteninstrumente und das Institut für Film und Fernsehen der Filmakademie.

Zweigeschoßige Säle – ein Konzertsaal, ein Aufnahmesaal und ein sogenanntes Klangtheater – bilden mit einer Vielzahl an Tonstudios, Schnitträumen und Institutsräumen einen modernen Gebäudekomplex. Aufgrund der geplanten Nutzung waren hohe Anforderungen an Schallschutz und Akustikplanung umzusetzen. Ergänzend zu speziellen Deckenverkleidungen und geräuscharmer Haustechnik wurden alle Säle als zweischalige Raum-in-Raum Stahlbetonkonstruktion und Stahl mit Stahlbeton konzipiert, um sie schalltechnisch zu entkoppeln. Architektonisch bietet das Gebäude neben seiner ansprechenden Gebäudehülle weitere spannende Highlights, etwa eine über zwei Geschoße freistehende S-förmige Stiegenwand und eine 10 Meter hohe, vertikal geneigte Wandscheibe. So soll das Gebäude die StudentInnen in ihrem kreativen Prozess zusätzlich animieren. Die gesamte Planung ausgehend vom Vorentwurf bis zur Ausführungsplanung wurde mittels BIM abgewickelt. Die Koordination zwischen den beteiligten Fachplanern wie Architektur, ­Statik und TGA erfolgte im dreidimensionalen BIM-Modell über eine Ticketplattform. Eine automatische Kollisionsprüfung von Haustechnik­leitungen zu STB-Bauteilen und Durchbrüchen machte eine ­effiziente Projektabwicklung möglich.

27. Mai:  16:20 Saal E1

Session 4.1.2

Sanierung des Parlamentsgebäudes –
Stand der Baumeisterarbeiten

DEGENDORFER Joachim PORR Bau GmbH

Die Adaption des Parlamentsgebäudes an zukünftige Anforderungen erfolgt in mehreren Schritten, die sich an dem architektonischen Konzept Theophil Hansens orientieren. Die historischen ­Räume werden nachhaltig in Stand gesetzt, gleichzeitig soll ihre Prägnanz durch die teilweise Rücknahme von Einbauten späteren Datums wieder hergestellt werden.

Das Ziel ist eine deutlich verbesserte Infrastruktur für den Nationalratssitzungssaal. Die räumliche Erscheinung des Saales bleibt mit den neuen baulichen Modifikationen in seinem Wesen erhalten.Die Lichtzwischendecke wird entfernt, wodurch ein Blick durch das neue Glasdach frei möglich wird. Unter dem Nationalratssitzungsaal und dem in seiner ursprünglichen Form erhaltenen Historischen ­Sitzungssaal werden neue Ausschusslokale eingebaut. Ebenso ­werden im Dachgeschoß derzeit brachliegende Flächen für Büro und Sitzungsräume genutzt. Sämtliche öffentlich zugängliche Geschoße werden durch vier neue, zentrale Treppenhäuser verknüpft, die nicht nur eine attraktive Verbindung zwischen den einzelnen Ebenen ­anbieten, sondern auch der erforderlichen neuen Dimensionen der Fluchtwege entsprechen.
Die neuen Zubauten sind so angeordnet, dass sie das historische Erscheinungsbild nicht überlagern und somit im Gesamtensemble nicht störend wirken. Ziel ist eine substanzielle Instandsetzung des Parlaments, die Schaffung effizienter Arbeitsbereiche sowie ein erweitertes räumliches Angebot, das dem zunehmenden öffentlichen ­Bedürfnis nach Information und Transparenz vor Ort Platz verschafft.Die öffentlichen Einrichtungen im Erdgeschoß entlang der Spitalgasse mit Café und die Situierung der Mensa an der Ecke Höfergasse/Rummelhardtgasse bilden eine einladende Campus-­Situation. Dies wird für das gesamte Quartier als Mehrwert ­gesehen. Die Durchwegung im Inneren des Gebäudes verbindet in vorbildhafter Art und Weise die Spitalgasse mit dem Platz an der Rummelhardtgasse.

27. Mai:  16:40 Saal E1

Session 4.1.3

TRIIIPLE. Stadt. Land. Fluss.

FERCHER Frank STRABAG AG

Im Auftrag von Are Development und Soravia startete das Wohn-Großprojekt des Jahres am 20.08.2018 mit dem außergewöhnlichen Wohnhausbau. Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um drei Wohntürme am Wiener Donaukanal, welche Wohnen, Arbeiten und Leben in direkten Einklang bringen sollen. In Turm 1+2 ­werden Wohnungen, Lofts und Appartements angeboten, wobei  Turm 3 ausschließlich als Studentenwohnheim benutzt wird. Das Projekt TRIIIPLE ist allerdings kein gewöhnliches Hochbau-­Projekt, sondern weist zahlreiche Besonderheiten auf.

Ein Eye-Catcher ist, dass die Türme nicht in einer Flucht in die Höhe wachsen, sondern pro Turm zwei Auskragungen vorhanden sind. Diese speziellen Auskragungen müssen mittels Rüsttürmen (Leergerüst) unterstellt werden, welche mit einer maximalen Höhe von 70 m über Niveau unterstellt werden. Im Ausbau von Turm 3 wurden „Fertigteil-Nasszellen“ ­verwendet, welche fix und fertig eingerichtet geliefert werden und in weiterer ­Folge als verlorene Schalung für die Deckenherstellung ­verwendet werden. Bei diesem Großprojekt wurde eine spezielle Alucobond­fassade, welche extrem witterungsbeständig, schlag- und bruchfest ist, zum Einsatz gebracht.

Der Fertigstellungstermin für alle drei Türme ist Spätsommer 2021, womit dieses spektakuläre Hochbauprojekt eine Gesamtbauzeit von rund drei Jahren aufweist.

27. Mai:  17:00 Saal E1

Session 4.1.4

Holzhybrid-Turm mit
innovativem Heiz- und Kühlsystem

FORSTER Ullrich BHM Ingenieure-Engineering & Consulting GmbH
FORSTNER Gerald
Swietelsky AG

Der Auftrag umfasst die Errichtung eines 10-geschoßigen Holzhybrid-Büroturms, sowie anschließende Umbauten im Bestand. Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse hat sich der Auftraggeber für eine Leichtbauweise entschieden. Trotz der enormen ­Gewichtsreduktion werden bis zu 50 Meter tiefe Bohrpfähle benötigt, um im Salzburger Seeton die erforderliche Lastabtragung zu erreichen.

Eine zusätzliche Herausforderung in der Baustellenlogistik ist die Tatsache, dass der Turm oberhalb einer dreispurigen Tiefgaragen-Ausfahrt errichtet wird. Die bedeutendste Innovation ist die Holzhybrid-Decke mit integriertem Heiz- und Kühlsystem. Dieses ist ­bereits in der Fertigteil­decke integriert. Durch dieses System kann jedes Büro separat geheizt oder gekühlt werden. Es werden, ­ähnlich wie im ­Tunnelbau, Kunststofffasern in die Stahlbetondecke eingelegt, um die geforderte Brandschutzqualifikation von REI90 zu erreichen.

Der Baufortschritt wurde durch eine Kamera dokumentiert und liegt als Zeitraffe­r­video vor.

27. Mai:  17:20 Saal E1

Session 4.1.5

KTM-Museum und Stadthaus Mattighofen

GRUBINGER Nicolaus HABAU Hoch- und Tiefbauges.m.b.H.
WIMMER Martin
Doka Österreich GmbH

Bereits beim Anblick des Gebäudes dürften künftig die Herzen von Motorradfans höherschlagen. Der runde Museums-Neubau ist wie eine Rennbahn gestaltet. Auch die Innenarchitektur ist alles andere als gewöhnlich. Denn mit Ausnahme der Fluchtstiegen wird komplett auf Treppen verzichtet und Besucher erreichen alle sechs Ebenen über ­eine Rampe. Zentrales Gestaltungselement des Projekts sind die­ ­ansprechenden Sichtbetonflächen. Um die hohen architektonischen ­Anforderungen zu erfüllen, kombiniert.

Von Doka kommt die innovative Beton-Sensortechnologie Concremote mit ­bewährter Schalungstechnik. Mit 4 % Neigung in den ­Decken auf ­allen Ebenen ist das KTM-­Museum wortwörtlich schräg. Durch den Einsatz der Betonmonitoring-Technologie Concremote wird der „Blick in die Schalung“ möglich und so sichergestellt, dass über alle Abschnitte beim selben Ausreifegrad ausgeschalt und somit ein einheitliches Erscheinungsbild erzielt wird.

DONNERSTAG, 27. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

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Kafeepause
Mittag
Kaffeepause
08:30 – 09:00
09:00 – 10:30
10:30 – 11:00
11:00 – 13:00
13:00 – 14:00
14:00 – 15:30
16:00 – 18:00
19:00 – 22:00
15:30 – 16:00
FREITAG, 28. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

Kafeepause
AUSSTELLUNG
08:30 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 13:30
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