Session 3_2
SESSION 3.2
ANGEWANDTE F&E
Mit der F&E-Session zeigen wir, wieviel Praxisbezug Forschung auch für Nachhaltigkeit haben kann.
Markus Stumvoll
Session-Chairman, Rohrdorfer
25. April 14:00 Saal E2

Session 3.2.1

RIBB3D - Nachhaltige Rippendecken mit 3D-gedruckter Schalung

Huber Tobias Technische Universität Wien / ETH Zürich

Das Forschungsprojekt RIBB3D stellt die herkömmliche Bauweise von Geschossdecken in Frage und präsentiert eine materialeffiziente Alternative. Dabei wird eine 3D-gedruckte, maßgeschneiderte Kunststoffschalung verwendet, um unkonventionelle gerippte Betondecken herzustellen. Dieses Verfahren ermöglicht eine Reduzierung des Betonverbrauchs um 40 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Flachdecken, ohne dabei Leistungseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. RIBB3D kombiniert Tragwerksplanung mit digitaler Fabrikation, um die Aussteifungsrippen der Deckenplatten entsprechend dem Kraftfluss optimal anzuordnen. Durch Finite-Elemente-Analyse (FEA) wurden die Hauptbiegemomente berechnet, und parametrische Konstruktionssoftware wurde genutzt, um das Rippenlayout zu generieren. Das parametrische Modell diente als Grundlage für die statische Berechnung des Tragwerks, wobei der Materialverbrauch iterativ minimiert wurde. Das Verfahren wurde angewendet, um eine mehrfeldrige Geschossdecke mit einem Raster von 8 x 8 m zu entwerfen, von der ein Abschnitt mit 2,7 x 2,7 m hergestellt wurde. Ein Industrieroboter mit einem Thermoplast-Pellet-Extruder druckte die Schalung des Deckenprototyps in Originalgröße. Der Prototyp wurde mit selbstverdichtendem Beton und konventionellen Bewehrungsstäben hergestellt. Der statische Belastungstest am hergestellten Prototyp zeigte, dass die optimierte Konstruktion spröde Durchstanzversagen im Bereich der Decken-Stützen-Verbindung verhindert und gleichzeitig eine 80 Prozent höhere Traglast aufweist als eine herkömmliche massive Flachdecke.

25. April 14:20 Saal E2

Session 3.2.2

Die neue ÖBV-Richtlinie "Spritzbeton"

Diewald Martin PORR Bau GmbH

Die ÖVBB-Richtlinie „Spritzbeton“ aus 2009 hat international großen Anklang gefunden. Bedeutende Projekte wurde auf Basis dieser Richtlinie erfolgreich errichtet. In den Jahren 2021 bis 2024 wurde die Fassung der ÖVBB-Richtlinie „Spritzbeton“ (2009) von dem zuständigen Arbeitskreis mit Vertretern von AG-Vertretern, Planern, Universitäten, Versuchsanstalten, Herstellern und ausführenden Firmen überarbeitet. Ziel der Neufassung ist die Einarbeitung der Erfahrungen der letzten Jahre bei der Bemessung, Herstellung und Prüfung von Spritzbeton. Diese und alle weiteren Neuerungen der ÖBV-Richtlinie werden in diesem Vortrag vorgestellt.

25. April 14:40 Saal E2

Session 3.2.3

CO2-reduzierte Betone - Entwicklung, Produktion und Einbau am Beispiel des Rohrdorfer Klimabetons

Billes Martin Baustofftechnik GmbH

Waldenhofer Roland Baustofftechnik GmbH

Auf dem Weg zur Klimaneutralität des Baustoffs Beton ist die Auswahl und Zusammensetzung der Ausgangsstoffe entscheidend. Die CO2-Reduktion kann durch die Entwicklung neuer Betonrezepturen und den Einsatz CO2-reduzierter Zementsorten vorangetrieben werden. Die CO2-Roadmap der VÖZ prognostiziert ein Einsparungspotenzial von 22% bis 2050. In der Rohrdorfer-Baustoffe-Austria wurde der „Rohrdorfer Klimabeton“ entwickelt, der bereits jetzt eine CO2-Reduktion von 15%-25% im Vergleich zu herkömmlichen Betonen erreicht. Die Schlüsselmaßnahmen sind die Nutzung CO2-reduzierter Zemente, der Einsatz neuentwickelter Betonzusatzmittel mit niedriger Viskosität und verbessertes Monitoring in der Betonproduktion. Dies ermöglicht punktgenaue Produktion, während der Einbau weiterhin den normativen Arbeitsvorgaben entspricht. Der Vortrag zeigt auf, welche Schritte von der Betonentwicklung bis zum Einbau auf der Baustelle notwendig sind, um CO2-reduzierte Betone als Beitrag für nachhaltigere Bauwerke zu etablieren.

25. April 15:00 Saal E2

Session 3.2.4

Innovationen am Bau - von der Forschung in die Praxis

Kleiser Michael ASFINAG Bau Management GmbH

Prammer Dominik ASFINAG Bau Management GmbH

Die ASFINAG ist ein führender Autobahnbetreiber in Europa und setzt auf vorausschauende, nachhaltige und innovative Lösungen, um ihren Kunden eine optimale Infrastruktur zu bieten. Der Baustoff "Beton" spielt dabei eine zentrale Rolle, aufgrund seiner Robustheit, Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit. Die Forschungstätigkeiten im Bereich "Bau und Nachhaltigkeit" der ASFINAG Bau Management GmbH konzentrieren sich auf die Entwicklung des Baustoffs Beton, um ihn zukunftsfit zu machen. Die Herausforderungen umfassen Aspekte wie Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Klimawandel, Kreislaufwirtschaft, Dauerhaftigkeit und alternative Bindemittel. Zahlreiche Projekte und Pilotanwendungen werden durchgeführt, darunter die Verwendung von Ultra-Hochleistungsbeton (UHPC), Querkraftverstärkung durch Betonschrauben, optimierte Weiße Wannen, Nachbehandlungsoptimierung und mehr. Die Präsentation dieser Projekte zeigt das Engagement der ASFINAG für innovative Lösungen im Bereich des Baustoffs Beton und dessen Anpassung an aktuelle und zukünftige Herausforderungen.

25. April 15:20 Saal E2

Session 3.2.5

Bahnhilfsbrücken für 160 km/h

Hüngsberg Alfred ÖBB-Infrastruktur AG

Die Hochleistungshilfsbrücken (HHB) der ÖBB wurden entwickelt, um die Herausforderungen von Bauarbeiten unter den Gleisen von Hochleistungsstrecken zu bewältigen. Herkömmliche Hilfsbrücken können mit bis zu 120 km/h befahren werden, HHB mit 160 km/h. Nach langjährigen Entwicklungen und Tests unter realen Bedingungen wurden die HHB erfolgreich mit 160 km/h befahren. Das ÖBB-eigene Brückenwerk plant, baut und wartet diese Brücken, wodurch eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit den Aufgaben gewährleistet ist. Die HHB erfordern eine präzise Planung, sorgfältige Gleisvorbereitung und innovative Monitoringlösungen. Durch ihre Einsatzmöglichkeit bei höheren Geschwindigkeiten tragen die HHB dazu bei, Fahrpläne stabiler zu gestalten und Zugverspätungen zu minimieren.

DONNERSTAG, 25. April:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

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Mittag
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AUSSTELLUNG
08:00 – 09:00
09:00 – 10:30
10:30 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 14:00
14:00 – 15:45
16:15 – 18:00
19:00 – 22:00
15:45 – 16:15
FREITAG, 26. April:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

Kaffeepause
AUSSTELLUNG
08:00 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
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