Session 6_1
SESSION 6.1
ERNEUERBARE ENERGIEN – GREEN BUILDING
Die CO2-Reduktion muss auch im Gebäudesektor vorangetrieben werden.
Mit der F&E-Session zeigen wir, wieviel Praxisbezug
Forschung haben kann.

Markus Engerth
Session-Chairman, STRABAG
28. Mai:  11:15 Saal E1

Session 6.1.1

Brandschutz bei Grünfassaden

WERNER Dieter Magistrat der Stadt Wien

Die Begrünung von Gebäuden gewinnt immer mehr Bedeutung als Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel und als Ausgleich für die zunehmende Versiegelung in Städten. Immer öfter wird auf natur­basierte Lösungen gesetzt. Der Vortrag beschäftigt sich mit einem der größten Hemmschuhe bei Fassadenbegrünungen, der offenen Frage des Brandschutzes. Er zeigt aktuelle Entwicklungen auf diesem ­Gebiet inkl. „brand“neue Ergebnisse von großmaßstäblichen Brandversuchen an Begrünungen, die seitens der Stadt Wien durchgeführt wurden. Aus den Resultaten der Versuche werden Lösungen erarbeitet, wie Grünfassaden realisiert werden können, ohne dabei brandschutztechnische Schutzziele zu verletzen. Den Abschluss des ­Vortrages ­bildet die Vorstellung aktueller, bereits erfolgreich umgesetzter ­Projekte von Fassadenbegrünungen.

28. Mai:  11:35 Saal E1

Session 6.1.2

Etwas Altes, etwas Neues

SCHÖBERL Helmut Schöberl & Pöll GmbH

Am Vormittag des 26.4.2014 kam es im Objekt Mariahilfer Straße 182, einem stadtbildprägende Gründerzeit-Wohnhaus, zu einer schweren Gasexplosion, die einen Teileinsturz des Gebäudes nach sich zog. Beinahe der gesamte, der Mariahilfer Straße zugewandte Trakt des ­Gebäudes wurde im Bereich des 2.OG, 3.OG und der Dachkonstruktion zerstört. Der übrige Teil des Gebäudes war akut einsturzgefährdet. Unmittelbar danach begannen erste Wiederherstellungsmaß­nahmen.

Die Fassaden des einstmals stadtbildprägenden Gründerzeit-Eckhauses sollten hocheffizienten Energiestandards entsprechend wiederaufgebaut werden und gleichzeitig das alte Erscheinungsbild wiederherstellen. Die für das Wiener Stadtbild prägende Gründerzeitfassade konnte tatsächlich detailgetreu wiederhergestellt werden, während die Bauteilqualitäten der Fassade gleichzeitig dem Passivhaus-Sanierungsstandard EnerPHit genügen. Das Gebäude stellt damit ein Leuchtturmprojekt zur Schau, dass Energie­effizienz, moderne Wohnansprüche und die Beibehaltung traditioneller architektonischer Stadtbilder und Erscheinungsformen keinesfalls im Widerspruch zueinander stehen müssen. Das Gebäude ist, auf Grund ­seiner Einzigartigkeit und Vorreiterrolle in Sachen Sanierung und Energie­effizienz, ein Favorit in der Endrunde der Vergabe des Staatspreises für Architektur und Nachhaltigkeit.

28. Mai:  11:55 Saal E1

Session 6.1.3

Gebäude als flexible Energiespeicher –
aktuelle Entwicklungen
bei der Thermischen Bauteilaktivierung

SPAUN Sebastian Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie

Die thermische Bauteilaktivierung (TBA) ist ein Low-Tech-System für das energie- und ressourceneffiziente Heizen und Kühlen von Gebäuden. Thermisch aktivierte Betonbauteile fungieren als Flächenkollektoren, im Winter geben sie gleichmäßig komfortable Strahlungs­wärme ab, im Sommer nehmen sie überschüssige Wärme auf und sorgen so für optimalen thermischen Komfort. Aufgrund der niedrigen Vorlauf­temperaturen eignet sich das TBA-System hervorragend für die ­Nutzung erneuerbarer Energien, wie Solarthermie, Geothermie und Wärmepumpen, die überwiegend mit Strom aus Windkraftanlagen oder Photovoltaik betrieben werden. Diese Eigenschaften machen die TBA zu einem wichtigen Speicherbaustein der Energiewende und ­haben eine wesentliche Senkung von CO2-Emissionen im Gebäudebetrieb zur Folge.

Ein bedeutender Nebeneffekt sind die geringen ­Betriebskosten für Heizen und Kühlen, die mit 1 bis 2 Euro pro m2 und Jahr beziffert werden können – Stichwort: leistbares Wohnen.Von den Ergebnissen des zweijährigen Monitorings eines bauteil­aktivierten Einfamilienhauses im Osten Österreichs, bei dem im
2. Winter die Wärmepumpe mit 90% überschüssigem Windstrom zum Heizen versorgt werden konnte, wird der Bogen gespannt hin zu aktuellen Projekten, bei denen die TBA in Kombination mit erneuer­barer Energie zum Kühlen und Heizen eingesetzt wird, wie der ­Wohnhausanlage MGG22 in der Wiener Mühlgrundgasse, die von der IBA_Wien zum Game Changer im Bereich Energieversorgung ­Wohnbau nominiert worden ist.

28. Mai:  12:15 Saal E1

Session 6.1.4

Bildungscampus Seestadt Aspern Nord

SCHALLER Ute Magistratsdirektion Bauten und Technik
der Stadt Wien

Die Seestadt Aspern im 22. Wiener Gemeindebezirk ist eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas. Nun erhält auch der nördliche Teil der Seestadt einen eigenen Bildungscampus mit Platz für rund 1.400 SchülerInnen und Kleinkinder.  Für das Projekt wurde ein erstklassiges Energiekonzept erarbeitet. Der Campus ist energietechnisch weitestgehend autark. Dies bedeutet, dass für das Haus aufgrund seiner gebäudetechnischen und energietechnischen Optimierung keine Abhängigkeit von externen Energielieferanten besteht. Um dieses Ziel zu erreichen, wird über ein speziell entwickeltes, technisch ausgereiftes System Sonnenenergie, Windenergie, Erdwärme sowie Speichermasse genutzt.  Zur Vereinfachung wird auch der Kühlbetrieb der aktivierten Decken mit einer „gerichteten Strahlung“ dargestellt. Tatsächlich strahlt die Decke keine Kühlenergie ab, sondern es strahlen die warmen Gegenstände und Körper des Raumes ihre Wärme in Richtung der kühleren Decke ab - physikalisch bedingt ist die Flussrichtung der Wärme ­immer von Warm nach Kalt - wo diese schließlich über das Energiesystem in das Erdreich abgeführt wird. Die Konvektion unterstützt den Abtransport der im Raum enthaltenen Überlasten, da die warme Luft zur ­kühleren Decke hin aufsteigt. 

28. Mai:  12:35 Saal E1

Session 6.1.5

Vienna Airport Office Park 4 – ein energieeffizientes und nachhaltiges Bürogebäude

RAUSCH Stefan Flughafen Wien AG

Der Office Park 4 bildet als multifunktionales Gebäude das neue Herz der Airport City Vienna. Mit diesem Objekt wird die „Flughafen-Stadt“ um 25.000 m² neue Bürofläche erweitert. Ferner werden im Objekt Co-Working- und Meeting-Flächen, Event- und Showroom-Bereiche, eine Tiefgarage sowie ein Restaurant und ein Kindergarten realisiert.Im Office Park 4 wurden zur Erreichung der Nachhaltigkeits- und ­Energieeffizienz-Ziele unter anderem folgende Schwerpunkte in der Planung und Realisierung gesetzt:

Schaffung von windgeschütztem, begrünt gestalteten Freiraum, simuliert im virtuellen Windkanal-Modell
Barrierefreiheit und Nutzungssicherheit
Planung nach Niedrigenergie-Standard mit Passivhaus-Charakteristik
Hochwärmedämmende Fassade, Verbundfenster mit integriertem Sonnenschutz• Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und  sehr geringem Druckverlust
Nutzung von Geothermie durch Aktivierung der Bohrpfähle
Photovoltaik-Anlage mit ca. 100 kWp
Energie-effiziente elektrische Anlagen und LED-Beleuchtung

Die Ergebnisse der detaillierten Untersuchungen wurden in ein virtuelles Stadtmodell übergeführt und übergeordnete Auswirkungen ­simuliert. Die Entwurfsplanung wurde hinsichtlich der Nachhaltigkeitskriterien nach DGNB / ÖGNI untersucht und es konnte das Vorzertifikat in PLATIN ausgestellt werden.

DONNERSTAG, 27. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

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Kafeepause
Mittag
Kaffeepause
08:30 – 09:00
09:00 – 10:30
10:30 – 11:00
11:00 – 13:00
13:00 – 14:00
14:00 – 15:30
16:00 – 18:00
19:00 – 22:00
15:30 – 16:00
FREITAG, 28. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

Kafeepause
AUSSTELLUNG
08:30 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 13:30
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