Session 6_1
SESSION 6.1
HOHLRAUMBAU
Die Session 6.1 zeigt die Vielseitigkeit des Tunnelbauers sehr gut auf.
Rainer Rengshausen
Session-Chairman, PORR
29. April 11:15 Saal E1

Session 6.1.1

VR-unterstützte Tunnelbauüberwachung

Chmelina Klaus Geodata Ziviltechnikergesellschaft mbH

Traxler Christoph VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH

Es wird ein Virtual Reality System zur Überwachung von Tunnelbauprojekten vorgestellt. Es ermöglicht eine immersive visuelle Analyse verschiedener Mess- und Sensordaten im 3D-Raum. Kernobjekte der 3D-Szene sind Tunnelmodelle, die aus georeferenzierten Entwürfen erstellt wurden oder Rekonstruktionen bestehender Tunnel auf Basis von Laserscans oder Photogrammetrie. Der Baufortschritt wird durch die vorschiebende Ortsbrust oder Schneidköpfe von TBM und bei Ringauskleidungen durch das Aufstellen von Ringtübbings angezeigt. Bediener können durch die 3D-Szene navigieren und die Geschwindigkeit und Richtung der Wiedergabe steuern. Mit der stereoskopischen Darstellung nehmen sie die wahren Dimensionen der Konstruktionen wahr und bekommen ein Gefühl für echte Entfernungen

29. April 11:35 Saal E1

Session 6.1.2

Quarzfeinstaub und dessen praktische Auswirkungen im Untertagebau

Antretter Rainer BeMo Tunnelling GmbH

Neuhold Peter Zentral-Arbeitsinspektorat

Quarzfeinstaub war bisher nicht als krebserregend eingestuft und die maximale Arbeitsplatzkonzentration betrug 0,15 mg/m³. Nunmehr wurde die Karzinogene RL 2004/37/EG geändert und musste bis Jänner 2020 in nationales Recht umgesetzt werden. RCS-Quarzfeinstaub ist als eindeutig krebserregend eingestuft, wodurch sich auch ein entsprechendes Minimierungsgebot ergibt, und der Grenzwert wurde um 1/3 auf 0,1 mg/m³ als Tagesmittelwert gesenkt. Die ersten Messungen von Tagesmittelwerten auf Baustellen mit zyklischem Vortrieb zeigen eindeutig, dass die Grenzwerte mit den bisherigen technischen Methoden schwer einzuhalten sind.

29. April 11:55 Saal E1

Session 6.1.3

Brenner Basistunnel - Betonkonzept einer brandbeständigen hochfesten Tunnelinnenschale in geologisch stark beanspruchten Tunnels

Murr Roland Brenner Basistunnel BBT SE

Die vorherrschenden geologischen Bedingungen und das Tunneldesign mit einer rechnerischen Tragsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit von 200 Jahren führten im Bereich der Verbindungstunnel Baulos Tulfes-Pfons zur Entwicklung einer hochfesten Innenschalenbetonrezeptur. Kernbereich des Betonkonzepts war die Ausarbeitung eines Bindemittelkonzepts, das mit der Verwendung zweier zertifizierter Bindemittel mit unterschiedlichen, charakteristischen Eigenschaften die widersprüchlichen Anforderungen vereinte. Weitere wesentliche Aspekte im Betonkonzept waren die Begrenzung der Frischbetontemperatur mittels Zement- und Wasserkühlung und die zuverlässige Nachbehandlung der Innenschale nach dem Ausschalen durch Einsatz eines Nachbehandlungswagens. Auch die Qualitätsüberprüfungen des eingebauten Betons wurden spezifisch ausgearbeitet und ergänzt.

29. April 12:15 Saal E1

Session 6.1.4

Komplexe Herausforderungen – Kooperative Projektabwicklung Koralmbahn Baulos 60.3 St. Kanzian; Tunnel Srejach–Untersammelsdorf

Herzeg Thomas ÖBB-Infrastruktur AG

Körbler Andreas Keller Grundbau GmbH

Im Zuge der Errichtung der Koralmbahn wurden im Kärntner Abschnitt Mittlern -Althofen, beim Baulos 60.3 St.Kanzian die Tunnel Srejach und Untersammelsdorf mit einer Länge von 620 m und 665 m errichtet. Dafür waren umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten in extrem herausforderndem Untergrund, bestehend aus schluffigen bis feinsandigen Stillwassersedimenten („Seetone"), notwendig. Basierend auf den Erkenntnissen der umfangreichen Vorversuche des Bauherrn sowie dank innovativer Technik, konnten die Anforderungen an die Düsenstrahlsäulen gem. Bauvertrag erfolgreich eingehalten werden. Die im Zuge der Vorversuche getesteten und schlussendlich auf der Baustelle umgesetzten technologischen Weiterentwicklungen bzw. Optimierungen - in Abstimmung mit dem Bauherrn im Zuge einer kooperativen Projektabwicklung - können als richtungsweisend für die Weiterentwicklung des Düsenstrahlverfahrens angesehen werden.

29. April 12:35 Saal E1

Session 6.1.5

Aktuelle Besonderheiten beim innerstädtischen, maschinellen Tunnelbau am Beispiel der U5 in Frankfurt am Main

Weiner Thorsten PORR GmbH & Co. KGaA

In der Frankfurter Innenstadt entsteht unter der Bezeichnung „Europaviertel“ ein neuer Stadtteil, der u.a. mit einer U-Bahnlinie erschlossen werden soll. Im Rahmen der Erstellung der U-Bahnlinie ist auch der Bau zweier paralleler Tunnelröhren über eine Länge von je ca. 840 m vorgesehen – in der Region erstmalig mittels eines erddruckgestützten Schildvortriebs mit Tübbingausbau. Im Rahmen des Beitrags wird vor allem auf die projektspezifischen Besonderheiten eingegangen. Dazu zählt zunächst die optimierte Auswertung der geotechnischen Daten in Form eines 3D Baugrundmodells. Ferner werden die tunnelbautechnischen Herausforderungen der geringen Überdeckung zur Bebauung und der möglichen Berücksichtigung von in den Tunnelquerschnitt hineinragender Anker ehemaliger Bauvorhaben präsentiert. Außerdem werden Details zur eingesetzten TVM, zu den Tübbingen und zum Vortriebsprozess erläutert.

DONNERSTAG, 28. April:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

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Mittag
Kaffeepause
AUSSTELLUNG
08:00 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 14:00
14:00 – 15:45
16:15 – 18:00
19:00 – 22:00
15:45 – 16:15
FREITAG, 29. April:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

Kaffeepause
AUSSTELLUNG
08:00 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 13:30
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