Session 6_2
SESSION 6.2
PLANEN & BAUEN
INTERNATIONAL
Auch international ist Österreichs Know-how
in Planen & Bauen
sehr gefragt.

Rainer Rengshausen
Session-Chairman, PORR
28. Mai:  11:15 Saal E2

Session 6.2.1

„Creative Blocks“ in der HafenCity Hamburg – Ingenieurlösungen für das
Wohnen und Arbeiten von morgen

KRAH Markus Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH

Das Projekt „Creative Blocks“ in der Hamburger Hafencity ist ein Gebäudeensemble mit einer besonderen Mischung von Wohn – und Arbeitsformen auf einem relativ engen Raum. Es handelt sich um drei Gebäude mit insgesamt ca. 180 Wohnungen, auf einer gemeinsamen eingeschoßigen und bereichsweisen zweigeschoßigen Tiefgarage. 

Das „Manufakturwerk“ auf der Ostseite des Baufeldes bietet Flächen für Handwerk und urbane Produktion, sowie für Veranstaltungen und Events. Hierbei handelt es sich um eine zweigeschoßige Halle mit ­einem gleichmäßigen Stützenraster. Oberhalb dieses Geschoßes ­werden auf weiteren 6 Ebenen Wohnungen gebaut. Auf dem westlichen Teil des Baufeldes wird mit dem Konzept des „Co-Living“ ein Wohnraum geschaffen, der die Privatsphäre einer eigenen Wohnung ermöglicht, aber gleichzeitig eine vielfältige nachbarschaftliche Gemeinschaft erleben lässt. Die unterschiedlichen Gebäude wurden von drei Architekturbüros entworfen, die jeweils die unterschiedlichen Nutzungen in der Architektur betonen.

Der Baugrubenverbau im Bereich des Baufeldes wird als wasserdurchlässiger Trägerbohlverbau hergestellt. An der Nordseite des Baufeldes wird zur Sicherung der Versmann­straße ein ausgesteifter ­Trägerbohlverbau ausgeführt. Aufgrund der nahegelegenen Trasse der U4 ist ein rückverankerter Verbau nicht möglich. Die Aussteifung wird mit Horizontalsteifen und Gurtungen geplant, die gegen das teilfertiggestellte Untergeschoß abgesteift werden. Alle ­Gebäude werden höchste Nachhaltigkeitsansprüche erfüllen und der Zertifizierung nach dem HafenCity Umweltzeichen in Gold entsprechen.

28. Mai:  11:35 Saal E2

Session 6.2.2

PPP-Projekt D4R7 – Bratislava

WAGNER Patrick PORR Bau GmbH

Die Dauer der Konzession (Betrieb und Erhaltung) des PPP-Projekts D4R7 beträgt 30 Jahre. Die dafür benötigte Bauzeit inklusive Planung von ca. 60 km Autobahnen und Schnellstraßen wurde mit 53 Monaten angeboten. Die Planung aus Ausführung beinhaltet nicht nur die Herstellung der eigentlichen Trassen, sondern auch 14 Autobahnknoten, über 100 Brückenobjekte sowie das komplette Spektrum an Ausbauarbeiten wie Leiteinrichtungen, Entwässerungs- und Lärmschutzmaßnahmen und elektronisches Verkehrsleitsystem. Für die Realisierung des Projektes ist es notwendig, ca. 450 teilweise existierende Einbauten umzulegen oder gänzlich neu zu errichten.

Das Hauptbrückenobjekt ist eine 3 km lange Donaubrücke mit einer Gesamtbrückenfläche von ca. 100.000 m2. Diese Brücke besteht aus 2 Vorlandbrücken und 2 Hauptbrücken.  Die westliche, 750 m lange Zufahrtsbrücke, sowie die östliche, 1.250 m lange Zufahrtsbrücke werden mittels Vorschubrüstungen hergestellt. Dabei weist ein Regelfeld eine Spannweite von 67,5 m bzw. 70 m auf. Die beiden Hauptbrücken, bestehend aus der Kayakbrücke und der eigentlichen ­Brücke über die Donau werden im Freivorbauverfahren hergestellt. Die Hauptspannweiten dieser Brücken sind 210 m bzw. 170 m. 

Alle Fundamente sind auf Bohrpfählen DN 120 bzw. 180 cm  gegründet. Die Überbauten sind längs und quer vorgespannt. Der Brückenquerschnitt, ein einzelliger Hohlkasten, weist eine Breite von 35 m auf und wird in 2 Abschnitten hergestellt, wobei der „Kern“ jeweils ­vorauslaufend mit der Vorschubrüstung bzw. den Freivorbauwägen hergestellt wird und die Kragarme samt den Fertigteilstützen in ­einem 2. Arbeitsschritt mit einem extra Schalwagen hergestellt ­werden. Für die Brückenobjekte im gesamten Projekt werden ca. 225.000 m3 Beton und ca. 37.000 t an Bewehrung verbaut.

28. Mai:  11:55 Saal E2

Session 6.2.3

Trockenlegung einer Wüste

KALIX Stephan FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH
BAYER Lars
PORR Bau GmbH

Das alte Entwässerungsnetz der Stadt Doha, Hauptstadt von Katar, kann den Abfluss infolge extremer Regenwasserereignisse nicht mehr aufnehmen, sodass in der Vergangenheit einige Stadtteile überflutet wurden. Ziel des Projekts „Musaimeer Pump Station and Outfall“ (MPSO) ist es daher, Regenwasserabfluss und Grundwasser aufzunehmen und eine Pumpstation, einen Unterwassertunnel und ein Diffusorfeld zur Ableitung der in den Persischen Golf fließenden Ströme bereitzustellen. Das Projekt ist eine neue, nachhaltige hydraulische Infrastruktur, um die Entwässerung von Oberflächen- und Regenwasser der Stadt Doha zu verbessern.

Der Planungsumfang von VCE umfasst die Bauphasen-, Ausführungs- und Werkstattplanung folgender Elemente des Projektes:
Zwei 42 m tiefe temporäre Schächte (1 Logistik-, 1 Fallschacht)• drei NÖT-Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund 45 m
die Sicherung der bis zu 41 m tiefen Baugrube 
den 58 m hohen Fallschacht zur Verbindung der Pumpstation  mit dem Abflusstunnel
der 10.150 m lange Abflusstunnel mit einem Innendurchmesservon 3.700 mm
den im Meeresboden vergrabenen rund 10 m hohen Steigschacht aus glasfaserverstärktem Kunststoff (3.000 mm Durchmesser)
das Verteilerrohrsystem mit 280 x 60 m im Grundriss, das aus  einem Netzwerk von rund 880 m HDPE-Rohren besteht

28. Mai:  12:15 Saal E2

Session 6.2.4

Parametrische Energie- und Kostenanalyse im Lebenszyklus von Gebäuden mit nahezu Nullenergie

WEISS Tobias AEE INTEC

Possible cost saving potentials in planning and construction of high performing nearly zero energy buildings (nZEBs) with advanced energy standards are often not sufficiently assessed, as only a few, out of numerous possible variants of technology sets are considered in the traditional planning process. This research addresses a methodological approach to better understand the effects that technical variables have on energy, environmental and economic performance over the whole life cycle of a multi-family residential building in Sweden. The research goal is to identify the most significant technical nZEB design variables organized into a consistent framework.

28. Mai:  12:35 Saal E2

Session 6.2.5

Neubau Glasbausteinfassade
BVH Gleisarena Zürich

MERGIANOS Alkinoos Alu-Sommer Deutschland GmbH

Auf dem nördlich vom Gleisareal des HB Zürich liegenden Gebiet zwischen Hauptbahnhof und Langstrasse werden zwei Gebäude errichtet. Das Bauvorhaben „Gleisarena“ besteht aus einem Gebäude mit fünf Obergeschoßen und 22 m Höhe und einem Gebäude mit sechs Obergeschoßen und 25 m Höhe. Der Bereich entlang des zukünftigen Bahnsteigs auf Gleis 18 des Bahnhofs wird in den Geschoßen EG bis einschließlich dritten OG als Glasbausteinfassade in Gewölbeform verwirklicht. Hierbei wird die ca. 1.500 m² große Fassade vom EG bis zum 2.OG schräg zum Bahnsteig hin „kippend“ ausgeführt, und im 3.OG als ein Viertelkreis, was eine Überdachung des darunterliegenden Bahnsteigs gewährleistet. ­Entlang des Bahnsteigs verzieht sich die Fassade elliptisch, die sich geometrisch durch ein Aufstellen der Fassade wiederspiegelt. Die Glasbausteinfassade hat mit einem einzuhaltenden Ucw-Wert von 0,97 W/m²K einen sehr hohen bauphysikalischen Anspruch. Um dies zu erreichen, mussten die einzelnen Glasbausteine als Isolierpakte ­zusammengebaut werden. Hierzu wurden auf der Außen- und Innenseite je ein Glasbaustein mit zwei ­zusätzlichen Wärmeschutzgläsern im Scheibenzwischenraum zu ­einem Isolierpaket zusammengebaut.

Um die ca. 24.000 Stück Glasbausteinpakete effizient zu setzten, wurde eine Unterkonstruktion aus Edelstahlgitterrosten gefertigt, in deren Öffnungen die Glasbausteinpakete schon im Werk eingesetzt, verklebt und versiegelt wurden. Somit erreichten wir einen hohen Fertigstellungsgrad im Werk schon vor Auslieferung auf die Baustelle, da die Segmente als elementierte Fassade ausgeliefert wurden. Um die ca. 1.000 kg schweren, fertig verglasten Elemente transportieren zu können, wurden spezielle kippbare Transportgestelle neu entwickelt und gefertigt, welche ein schadloses Aufdrehen der ­Elemente zur Montage auf der Baustelle ermöglichten. Die Elemente werden auf der Baustelle, auf bereits am Rohbau ­vormontierte, speziell für diese Anwendung neu entwickelte Aluminium-Strangpresskonsolen eingehängt. Um ein Herausfallen der Glasbausteinpakete aus dem Gitterrost auch bei Versagen der umlaufend ausgeführten Verklebung zu verhindern, wurden 100.000 Stück speziell entwickelte Kunststoffglasbrücken gepresst und ­zwischen Glasbaustein und Edelstahlrost verbaut.

DONNERSTAG, 27. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

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Kafeepause
Mittag
Kaffeepause
08:30 – 09:00
09:00 – 10:30
10:30 – 11:00
11:00 – 13:00
13:00 – 14:00
14:00 – 15:30
16:00 – 18:00
19:00 – 22:00
15:30 – 16:00
FREITAG, 28. Mai:

Saal E 1

Saal E 2

Ausstellung

Kafeepause
AUSSTELLUNG
08:30 – 09:00
09:00 – 10:45
10:45 – 11:15
11:15 – 13:00
13:00 – 13:30
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